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3D-Druck trifft Kallax

🚀 Das Wichtigste in Kürze Vorbei sind die Zeiten, in denen teures Sony-Equipment ungeschützt im Regal einstaubte oder in chaotischen Ikea Kallax-Boxen unterging. Mit maßgeschneiderten Gridfinity-Einsätzen aus dem 3D-Drucker habe ich einfache Kallax-Schubladen in ein modulares High-End-Ordnungssystem verwandelt. Der beste Hack für die Praxis: Die Kallax-Schubladen sind so hoch, dass man die Gridfinity-Boxen für Akkus, Filter und Kabel problemlos stapeln kann – maximaler Platz, null Chaos. Gedruckt wurde das Ganze aus extrem robustem extrudr XPETG MATT.

Das ultimative Ordnungssystem für Fotografen.

Kennst du diese schwarzen Stoffboxen von Ikea? Ja, genau die, in denen man alles versenkt, was man eigentlich aufräumen wollte, am Ende aber doch nur blind darin herumwühlt. Genau da lag mein Problem.

Mein Kamera-Equipment stand entweder schutzlos im offenen Bücherregal und sammelte munter Staub, oder ich habe es – mit ordentlich Bauchschmerzen – in diesen dunklen Kallax-Löchern verstaut. Das gefiel mir überhaupt nicht. Seine Ausrüstung, auf die man sich beim Fotografieren verlassen muss und an der man hängt, wirft man schließlich nicht einfach lieblos zu den alten USB-Kabeln. Ich brauchte ein System. Und weil ich keinen Standard-Einsatz für meine Regale kaufen wollte, habe ich den 3D-Drucker angeworfen.

Raus mit den Kisten, rein mit den Schubladen

Schrägansicht einer geöffneten grauen Kallax-Schublade. Im Inneren ist ein präzise eingepasster Gridfinity-Boden zu sehen, der aus einem schwarzen Gitterrahmen und darin eingelegten weißen, quadratischen Grundplatten besteht.

Der erste Schritt war simpel, aber extrem effektiv: Die wabbeligen Stoffboxen flogen raus. Stattdessen habe ich meinem Kallax die festen Schubladeneinsätze von Ikea verpasst. Damit hatte ich eine saubere, geschlossene Basis.

Aber eine leere Schublade ist am Ende auch nur eine flache Kiste, in der alles hin und her rutscht. Hier kam Gridfinity ins Spiel. Wer sich im 3D-Druck-Bereich bewegt, kennt das System: Ein modulares Rastermaß, in das man unzählige kleine und große Boxen passgenau einsetzen kann.

Tetris für Fotografen: So sitzt das Equipment

Draufsicht auf eine geöffnete graue Schublade mit perfekt eingepassten Einsätzen für Kameraequipment. Zu sehen sind eine Sony Alpha 6700, mehrere Objektive (darunter ein anamorphes Objektiv und Zoom-Linsen) sowie Filter, die sicher in grauen 3D-gedruckten Halterungen verstaut sind.

Auf Plattformen wie Makerworld gibt es für fast alles fertige Modelle, man muss das Rad also nicht neu erfinden. Ich habe mir die passenden Einsätze für meine Ausrüstung herausgesucht und gedruckt.

Das Setup in der Praxis:

  • Die Kameras: Liegen auf dem Rücken in einer speziellen Schale. Der gigantische Vorteil: Das Objektiv kann einfach an der Kamera bleiben. Kein lästiges Umschrauben, wenn es mal schnell gehen muss.
  • Die Objektive: Stehen sicher in runden Aufnahmen. Der Trick dabei: Man steckt sie mit dem Rückdeckel nach unten in die Halterung. Die empfindliche Frontlinse schaut nach oben.
  • Der Kleinkram: Eigene, passgenaue Module für SD-Karten, NP-FZ100 Akkus, meine Insta360 x5 und die Filter von Nisi und Rollei.
  • Das Kabel-Chaos: HDMI, USB-C, Audio-Kabel und das ganze sperrige Cage-Zubehör haben jetzt jeweils eigene, kleine Boxen.

💡 Praxistipp: Die Höhe ausnutzen Der größte Vorteil der Kallax-Schubladen gegenüber normalen Schreibtisch-Containern? Sie sind verdammt hoch. Du musst nicht alles in einer Ebene lagern. Das Gridfinity-System ist so clever aufgebaut, dass sich die Boxen stapeln lassen. Ich habe unten die flachen Boxen für selten genutzte Filter oder Kabel und setze die Akku-Halterungen einfach oben drauf.

Tech-Talk: War das nicht eine Materialschlacht?

Nahaufnahme eines Bambu Lab A1 mini 3D-Druckers. Der Druckkopf mit LED-Beleuchtung befindet sich über dem Druckbett, auf dem ein schwarzes Gittermuster gedruckt wird. Im Hintergrund ist eine strukturierte weiße Wand und ein Teil des Filamenthalters zu sehen.

Gedruckt habe ich das ganze System auf meinem Bambu Lab. Wer die Drucker kennt, weiß: Die Dinger laufen einfach.

Beim Material habe ich mich für das XPETG MATT von extrudr entschieden. Sind wir mal ehrlich: Das ist für einfache Schubladen-Einsätze absolut „oversized“. Normales PLA hätte den Job für den Innenbereich genauso gut, wenn nicht sogar günstiger erledigt. Aber ich arbeite einfach unglaublich gerne mit dem matten XPETG von extrudr. Es druckt sich sauber, ist extrem robust und die matte Oberfläche sieht in den Schubladen einfach hochwertiger aus als glänzendes Plastik. Wenn schon, denn schon.

Mein Fazit: Lohnt sich der Druck-Marathon?

Absolut. Wenn du einen 3D-Drucker hast und dein Equipment dich in den Wahnsinn treibt, schau dir das Gridfinity-Projekt an. Es ist ein absoluter Game… äh, Lebensretter.

Du hast auf einmal den perfekten Überblick, alles ist geschützt und es sieht beim Aufziehen der Schublade einfach unfassbar professionell aus. Und das Beste: Wenn neues Equipment wie ein Objektiv oder eine Actioncam dazukommt, druckst du dir einfach in zwei Stunden den passenden Block nach. Das System eignet sich übrigens nicht nur für Fotokram – auch in der Werkstatt oder im Küchenschrank wirkt Gridfinity wahre Wunder.

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