🚀 Das Wichtigste in Kürze
Wer statt digitaler Bilderflut echte Erinnerungen sucht, findet im Canon Selphy CP 1500 den perfekten Partner für mehr Motivation. Die „30 Tage Fokus“-Challenge beweist: Sofortiges Ausdrucken und Einkleben schärft den fotografischen Blick. Mein Spartipp für unterwegs: Statt des teuren Original-Akkus macht ein einfacher Adapter (AK-ND-C01) in Kombination mit einer Powerbank den Drucker tagelang mobil – ganz ohne Steckdose.
Schluss mit dem digitalen Friedhof: Mein 30-Tage-Experiment mit dem Canon Selphy CP 1500
Oder: Wie ein kleiner Drucker und ein Notizbuch meine Motivation gerettet haben.

Hand aufs Herz: Wie viele Fotos hast du auf deinem Smartphone? Tausende? Und wann hast du das letzte Mal eines davon wirklich angefasst?
Gerade am Jahresanfang, wenn das Licht draußen oft nur eine graue Suppe ist und die Motivation im Keller hockt, passiert es schnell: Wir knipsen, gucken kurz aufs Display, und dann verschwindet der Moment im digitalen Nirwana. Genau das wollte ich ändern. Ich wollte weg vom reinen Datensammeln und hin zu etwas Echtem.
Mein Plan: Ein „30 Tage Fokus“-Buch. Jeden Tag eine kleine Foto-Mission, jeden Tag ein gedrucktes Ergebnis zum Einkleben. Als Werkzeug habe ich mir dafür den Canon Selphy CP 1500 geschnappt. Warum ich mir dafür diesen kleinen Kasten ausgesucht habe und ob das wirklich gegen den Winterblues hilft, erzähle ich dir jetzt.
Warum drucken plötzlich alles verändert
Fotografieren beginnt oft mit einem Zufallstreffer, der dieses Kribbeln auslöst. Aber wir bleiben oft stecken. Wir machen Schnappschüsse, wissen aber nicht, warum sie gut oder schlecht sind.
Die Idee hinter meinem Buch war simpel: Bewusstes Gestalten statt wildes Klicken. Wenn du weißt, dass du dieses eine Bild gleich ausdrucken und einkleben wirst, fotografierst du anders. Du drückst nicht zehnmal ab. Du suchst das Licht. Du achtest auf den Hintergrund.
Der Canon Selphy CP 1500
Kommen wir zur Technik, denn ohne die geht es bei diesem Projekt nicht. Ich wollte nicht erst zum Drogeriemarkt rennen müssen. Ich wollte das Ergebnis sofort.
Der Selphy CP 1500 ist ein Thermosublimationsdrucker (keine Sorge, wir machen hier keine Physikstunde). Was du wissen musst: Er spuckt keine tinte-nassen Blätter aus, sondern fertige, trockene Fotos, die durch eine Schutzschicht extrem haltbar sind.
Das „Killer-Feature“ für mein Buch
Was mich im Test wirklich überrascht hat: Du kannst das Oberflächen-Finish wählen.
- Glänzend: Der Klassiker. Knallige Farben, hoher Kontrast.
- Satiniert / Matt: Mein Favorit für das Buchprojekt. Warum? Weil man weniger Fingerabdrücke sieht und es einfach „wertiger“ und künstlerischer wirkt, wenn man durch die Seiten blättert.

Das Verrückte ist: Du musst dafür nicht das Papier wechseln. Der Drucker regelt das über die Temperatur beim letzten Durchgang. Das ist Technik, die Spaß macht, weil sie einfach funktioniert.
Mein „Unterwegs-Hack“: Drucken ohne Steckdose (und ohne teuren Akku)
Ein Punkt hat mich anfangs gestört: Der Drucker ist zwar klein, aber das mitgelieferte Netzteil ist ein riesiger Klotz. Klar, es gibt einen offiziellen Akku von Canon, aber der kostet ordentlich extra.
Da ich den Drucker für das „30 Tage Fokus“-Projekt aber wirklich mobil nutzen wollte – also auch mal im Café oder direkt draußen auf der Parkbank – habe ich mir eine eigene Lösung gebastelt (Sparfuchs-Alarm!):
Ich betreibe den Selphy einfach mit meiner Anker Powerbank. Damit das funktioniert, brauchst du nur einen kleinen Adapter, der den USB-C-Anschluss der Powerbank auf den Stromanschluss des Druckers bringt.
- Mein Adapter: AK-ND-C01 (USB-C auf 5.5 x 2.5 mm)
- Das Ergebnis: Kein Kabelsalat, kein riesiges Netzteil, volle Freiheit.

So passt das ganze Setup locker in den Rucksack, und ich kann das Bild direkt vor Ort einkleben, wo die Emotion noch frisch ist.
Die Challenge: Von der Theorie ins Album
Wie sah das nun in der Praxis aus? Ich habe mir für jeden Tag eine Aufgabe aus den Grundlagen der Fotografie gestellt. Hier ein kleiner Einblick in mein Tagebuch:
Tag 3: DIE BLAUE STUNDE
Deine Mission
Warte auf den Moment kurz nach Sonnenuntergang. Der Himmel darf noch
nicht schwarz sein, sondern muss tiefblau leuchten. Suche dir ein Motiv, das
eigene Lichtquellen hat (beleuchtetes Fenster, Straßenlaterne,
Autoscheinwerfer).
Ziel: Fange den Kontrast zwischen dem blauen Himmel
und dem warmen Kunstlicht ein.

Mein Praxis-Tipp: Nutze die zugehörige App (Selphy Photo Layout), um Collagen zu erstellen. Manchmal willst du für deine Mission zwei Perspektiven zeigen. Der Drucker packt das problemlos auf ein 10×15 Blatt, das du dann zuschneiden kannst.
Pro & Contra: Canon Selphy CP 1500
Damit du weißt, worauf du dich einlässt – hier meine ehrliche Bilanz nach 30 Tagen Dauerfeuer:
Das hat gerockt:
- Haptik: Die Bilder fühlen sich an wie echte Laborabzüge, nicht wie wabbeliges Tintenstrahl-Papier.
- Mobilität (mit Hack): Dank meiner Powerbank-Lösung (siehe oben) bin ich komplett unabhängig von Steckdosen.
- Die Finishes: Mattes Finish per Knopfdruck ist ein Gamechanger für kreative Projekte.
Das hat genervt:
- Original-Zubehör: Dass Canon kein einfaches USB-C Ladekabel beilegt, sondern ein klobiges Netzteil, ist nicht mehr zeitgemäß. Ohne meinen Adapter-Trick wäre die Mobilität deutlich eingeschränkt.
- Kosten pro Bild: Ein Bild kostet mehr als im Drogeriemarkt (ca. 30-40 Cent). Aber dafür hast du es jetzt und nicht erst in drei Wochen.
Fazit: Lohnt sich der Aufwand?
Dieses Projekt hat mich gelehrt: Deine Kamera – egal ob Smartphone oder Systemkamera – ist nur das Werkzeug. Entscheidend ist, wie bewusst du sie einsetzt.
Der Canon Selphy CP 1500 war für mich dabei mehr als nur ein Drucker. Er war der Belohnungs-Mechanismus. Das leise Surren, wenn das Papier viermal rein- und rausfährt (Gelb, Rot, Blau, Versiegelung), hat etwas Meditatives.Wenn du merkst, dass du im Januar-Loch steckst und deine Fotos nur auf der Festplatte verstauben: Hol dir so einen kleinen Drucker. Schnapp dir ein leeres Buch. Und fang an, deine Geschichten nicht nur zu speichern, sondern anzufassen.